“Promenade” von Benoît Tremsal, 2012

Konzept und Umsetzung: Lucia Herden
Zielgruppe: Jugendliche & alle Kunstinteressierten

Copyright: Universität Augsburg. Abrufbar unter: https://www.uni-augsburg.de/de/campusleben/musik-kultur/kunstamcampus1/tremsal/, letzter Zugriff am: 24.02.2022.

Ein 40cm hohes und 90 cm breites Band aus Beton entrollt sich vor dem Gebäude G für Kunst und Musik und reicht bis zum Ufer des Campus-Sees der Universität Augsburg. In unregelmäßigen Abständen reihen sich Spitzen und Tiefen, das Gebilde ist an unterschiedlichen Stellen unterbrochen. Es sieht insgesamt aus wie ein stark abstrahiertes Bergpanorama. Doch was hat Benoît Tremsal sich tatsächlich gedacht, als er diese Form in Beton goss?

Wir wollen dem Künstler und dem Kunstwerk in diesem kurzen Video auf die Spur kommen und verstehen, was dieses Kunstwerk wirklich ausmacht.

Zusammenfassung des Videos

In dem Video wurden durch die Werkverfremdung die wichtigsten Gestaltungsmerkmale des Kunstwerks erarbeitet und erklärt. Jetzt bist du dran! Wie gut hast du das Werk von Benoît Tremsal verstanden, erinnerst du dich noch an die zentralen Themen?

Die Verbindung von Kunst und Musik

Benoît Tremsal hat die ersten zwölf Takte der Promenaden-Melodie des Klavierzyklus “Bilder einer Ausstellung” von Modest Mussorgski in einer Rythmuslinie verbildlicht und daraus das Kunstwerk geschaffen. Hier kannst du dir die Promenadenmoldie anhören. Kannst du Benoît Tremsals Rhythmuslinie folgen?

Nun bist du dran. Erkennst du die passende Linie für dieses Kinderlied?
(Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See. Köpfchen unter`s Wasser, Schwänzchen in die Höh.)

Zum Künstler

„Es war entscheidend, dass ich von der Musik komme, weil durch die Musik eine Form von Denken in Strukturen, in Rhythmen, in Formen entsteht, und das alles habe ich in die bildende Kunst mitgenommen. Dazu kamen die Einflüsse der neuen Kunstrichtungen Minimalismus, Land Art, Earth-Works ( … ), die sich in Amerika entwickelt haben. ( … ) Beuys hat meinen persönlichen Kunstbegriff entscheidend geprägt. Ich habe ganz neue und sehr weite Dimensionen in der Kunst entdeckt, zum Beispiel die Zeit-Dimension in der Skulptur, eine soziale oder ökologische Dimension. ( … ) Ich möchte etwas sichtbar machen, den Betrachter anregen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen; ich bringe eine Irritation. Was der Betrachter daraus macht, ist dann letztendlich das Kunstwerk. In der Kunst geht es überhaupt darum, dass die Leute nachdenklich werden.“ (Benoît Tremsal, https://mundwerk.at/mondsee-landart/benoit-tremsal-gekippte-flaeche/)

Benoît Tremsal wurde 1952 in Frankreich geboren und arbeitet nach einer Musikausbildung als Aktions-und Installationskünstler. Er arbeitete beispielsweise gemeinsam mit Joseph Beuys an der Aktion 7.000 Eichen für die documenta 7. Er lebt und arbeitet heute in Eitorf in Deutschland.

Mein Name ist Lucia Herden, ich studiere Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaft. Ich habe mich näher mit dem Kunstwerk Promenade auseinandergesetzt, da ich tagtäglich beim Betreten des Gebäudes G für Kunst und Musik daran vorbei gehe. Somit steht es für mich in direkter Verbindung mit meinem Studium als ständiger Begleiter.

Weiteres zum Kunstwerk auf den Seiten der Universität Augsburg: https://www.uni-augsburg.de/de/campusleben/musik-kultur/kunstamcampus1/tremsal/


Quellen

Text

Bilder

Audio

  • Modest Mussorgsky: Pictures at an Exhibition von Alexander Ghindi, 2010, https://freemusicarchive.org/music/Alexander_Ghindin , dieses Werk ist lizenziert unter CC-BY-NC-ND Creative Commons — Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported — CC BY-NC-ND 3.0