Nutzung

Wie nutze ich OER?

Die Möglichkeiten der Nutzung von OER sind vielfältig. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, jene Inhalte mit freien Bildungsmaterialien anzureichern, die einer Veröffentlichung bevorstehen oder im öffentlichen Kontext Verwendung finden. Frei zugängliche Grafiken, Videos oder Texte sollen zudem die eigenen Materialien sinnvoll ergänzen – und nicht umgekehrt.

„Wie nutzt man OER?“ by OERinForm | oer.amh-ev.de | Creative Commons – Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ |https://www.youtube.com/watch?v=aBM9zpuRh1I

Worauf sollte die erstellende Person achten?

Mitarbeitende der Lehre und Forschung sowie Studierende haben aufgrund der umfangreichen Datenbanken die Chance, analoge als auch digitale Produktionen zu verwenden. Die korrekte Quellen- beziehungsweise Lizenzangabe stellt hierbei das größte Hindernis dar. Deshalb erfolgt an dieser Stelle eine Erklärung der verschiedenen Creative Commons (CC) – Lizenzen. Dieses Lizenzierungsverfahren ist am weitesten verbreitet und hält das deutsche Urheberrecht beziehungsweise die Urheberschaft gemäß internationaler Abkommen ein. Der ursprüngliche Ersteller bestimmt, welche Nutzungsrechte im weiteren Verlauf gelten (vgl. Deutsche UNESCO-Kommission e.V., 2013a, S. 6; vgl. Deutsche UNESCO-Kommission e.V. 2017, 1. Absatz).

Welche Lizenzen gibt es?

Lizenzen von Ranima Kalashnykova für OERinForm, 22.05.2018, Köln. Dieses Werk ist lizenziert unter CC BY-SA: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
Lizenzen von Ranima Kalashnykova für OERinForm, 22.05.2018, Köln. Dieses Werk ist lizenziert unter CC BY-SA: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.

Nutzende müssen bei der öffentlichen Verwendung ihres Materials die Lizenzbedingungen der Creative Commons einhalten [1]. Diese sind auf der offiziellen Homepage [2] einsehbar. Es folgen einige Beispiele zu ordnunsgemäßen Lizenzangaben, die direkt unter dem Werk – sprich dem Textabschnitt oder dem verwendeten Bild – klar erkennbar verortet sein sollten [3]. Hilfreich ist auch das CC Cheat Sheet:

Creative Commons Cheat Sheet von Melanie Grießer für LLZ, CC BY 4.0: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
Creative Commons Cheat Sheet von Melanie Grießer für LLZ. Dieses Werk ist lizenziert unter CC BY: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de. Abrufbar unter: http://wiki.llz.uni-halle.de/images/c/c2/Cc-cheatsheet_preview.png.

Beispiele aus der Praxis

Verweis auf einen analogen Text

Außerhalb des tertiären Bildungsbereichs verzichten die Autoren in manchen Fällen auf die volle Bezeichnung der Lizenzen und verwenden lediglich deren Kürzel: Vorlesungsskript Folien 1-3: Einführung zu OER von Alex Muster. Dieses Werk ist lizenziert unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz.

Verweis auf Material aus dem Internet mit Verlinkung zur Quelle

  • Bild: Bezeichnung des Werkes (mit hinterlegtem Hyperlink zur Quelle) von Vorname Nachname der urhebenden Person (ggf. mit hinterlegtem Hyperlink zur urhebenden Person), Jahr der Erstellung, Ort. Dieses Werk ist lizenziert unter einer Bezeichnung der Lizenz (Verlinkung zum Lizenztext der Creative Commons – Homepage).
  • Bild: OER Logo von Alex Muster, 2018, Augsburg. Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY).

Kennzeichnung in analogen Ressourcen stets mit ausgeschriebener Verlinkung

  • Bild: Bezeichnung des Werkes von Vorname Nachname der urhebenden Person. Abrufbar unter: Link zur Quelle, Jahr der Erstellung, Ort. Dieses Werk ist lizenziert unter einer Bezeichnung der Lizenz (Verlinkung zum Lizenztext der Creative Commons – Homepage).
  • Bild: OER Logo von Alex Muster, 2018, Augsburg. Abrufbar unter: https://oer.amh-ev.de/wp-content/uploads/2018/03/cropped-oerinform_logo_small-3.png. Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY): https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/.

In der Praxis erweisen sind gerade die letzten beiden Beispiele gebräuchlich. Als grobe Richtlinie erweist sich die Daumenregel Title, Author, Source und License kurz TASL als hilfreich – im deutschen Sprachraum TULLU-Regel (Titel, Urhebende Person, Lizenz, Link und Urpsrungsort) genannt. Bei der Nutzung wie auch der Erzeugung von OER muss die erstellende Person ihre Materialien mit entsprechenden Lizenzhinweisen versehen. Gleiche Inhalte, die lediglich übernommen und nicht verändert werden, bleiben unter der ursprünglichen Lizenz bestehen.

Kann ich Werke, die unter keiner offenen Lizenz stehen, in einem Werk mit einer offenen Lizenz verwenden?

“Dies ist zulässig, sofern das Werk, das nicht unter einer offenen Lizenz steht, im Rahmen der urheberrechtlichen Schrankenbestimmungen, z.B. der Zitatschranke, ordnungsgemäß eingepflegt wurde und der Hinweis erfolgt „soweit nicht anders gekennzeichnet, steht das Material unter CC BY-SA“ (oder einer anderen offenen Lizenz). Damit wird darauf hingewiesen, dass das zitierte – und anders gekennzeichnete – Werk, nicht von der offenen Lizenz des restlichen Werkes umfasst ist” (Wiggeringloh & Dusanek 2018).

Fußnoten:

[1] Wenn die Inhalte im privaten Rahmen gezeigt werden, ist es nicht notwendig, Lizenzvereinbarungen zu erfüllen.

[2] Die Homepage ist erreichbar unter: https://creativecommons.org/licenses/?lang=de

[3] Momentan herrscht noch keine eindeutige Vorstellung bezüglich der korrekten Syntax, ferner der Reihenfolge, in der die verschiedenen Textbausteine anzuordnen sind. Die Beispiele sind deshalb nur als Vorschlag und weniger als Standard zu verstehen. Auf offiziellen Seiten fehlen weiterhin Angaben zu Ort und Datum. Im wissenschaftlichen Kontext sind solche Hinweise jedoch die Regel, weswegen wir nahelegen, diese bei Quellen- beziehungsweise Lizenzangaben zu beachten.

Literatur:

 

Wie nutze ich OER? von Vincent Dusanek für OERinForm, 2018. Lizenz: CC BY-SA 4.0.